Bio = Fair gehandelt?

Diese idealistische Sichtweise mag vielleicht in den frühen 80er Jahren noch gegolten haben, heute ist BIO ein riesiger Markt und somit herrschen hier zunehmend die gleichen Praktiken wie im konventionellem Lebensmittel Handel. Vor allem die großen Lebensmittel-Vermarkter machen kein Unterschied zwischen konventionell und Bio, wenn es um die Einkaufspraktiken für die Rohware geht.

Dies führt, bei Produkten die ausreichen vorhanden sind, zu Teilweise ruinösen Preiskämpfen. Die Gefahr, dass die "ökologische" Qualität darunter leidet kann man schon immer mal wieder beobachten. Wir haben diese Gefahr schon früh erkannt und haben uns bereits in den 90er Jahren in der Fairtrade Bewegung engagiert. Auf unser Betreiben wurden auch die ersten Bio-Tee-Projekte in China und Vietnam von FLO zertifiziert. Nun hätten wir auch einfach für uns selbst einen Modus für ethischen Handel entwickeln können. Doch wie glaubwürdig können wir ohne unabhängige Kontrolle sein? Und wie kann ein einzelnes Unternehmen einen allgemein akzeptierten Standard entwickeln?

Das erschien uns doch eher abwegig und so haben wir uns lieber aktiv an der Diskussion um die Entwicklung der FLO-Fairtrade Standards beteiligt. Dieses System bietet unserer Meinung nach unbestreitbare Vorteile, einheitliche Aufschläge auf den Preis und klar nachvollziehbare Wege die diese "Premiums" dann gehen.